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Festival der studentischen Filmkultur Österreichs
Salzburg 8. – 13. November 2010


THIS WAS IT

14. Nov 2010

Ein furioser Festivalabschluss! Am Samstagabend fand im vollen Jazzit das film:riss 10 Abschlussfest statt. Das Publikum sah wunderbare Siegerfilme und tanzte bis spät in die Nacht. film:riss fand mit diesem Fest seinen würdigen Abschluss! THIS WAS IT! Wir danken allen, die mitgemacht haben und dabei waren! Fotos vom letzten film:riss-Abend findet ihr HIER, von den vorherigen Tagen HIER. Auf der weiterführenden Seite findet ihr nochmals alle Festival-PreisträgerInnen und die Jurybegründungen gelistet.

Die Preisträgerfilme im Überblick:

TRAILERWETTBEWERB (600 Euro): 37/8a 21 (Robert Feitzinger, Maresa Wendleder, Universität Salzburg)

FIKTION PUBLIKUMSPREIS (600 Euro): Ein Tisch ist ein Tisch (Remo Rauscher, FH Hagenberg)

FIKTION JURYPREIS (1000 Euro): Talleres Clandestinos (Catalina Molina, Filmakademie Wien).
Jurybegründung: In atmosphärisch dichten Bildern und mit dem Verzicht auf erklärende Dialoge führt uns Catalina Molina in eine Welt hinter argentinischen Stahltüren. Dort lässt sie über Blicke einen Mikrokosmus aus Abhängigkeiten, Projektionen und Missverständnissen entstehen, der uns auf bedrückende Art die Konsequenzen unserer globalisierten Marktwirtschaft vor Augen führt. Herausragende Leistungen in Bild, Ton, Schnitt aber auch Ausstattung und – vermutlich wohl auch – Produktion machen die Regie- und Schauspielleistung zu einem überzeugenden Filmerlebnis.

Lobende Erwähnung für Grenzgang (Samuel Traber, Universität Wien).
Jurybegründung: “Fear & Loathing in Slovenia” oder wenn Terry Gilliam noch einmal jung wäre. Mit wenigen Mitteln experimentiert der Film auf lustvolle Art und auf engstem Raum, überzeugt durch seinen skurrilen Dialogwitz und strotzt vor Authentizität, die naturgemäß nicht nachvollziehbar ist. Mit dieser lobenden Erwähnung möchte die Jury den Regisseur und sein Team zu weiteren filmischen Grenzgängen und auch Grenzüberschreitungen ermutigen.

DOKU PUBLIKUMSPREIS (600 Euro): KICK OFF (Hüseyin Tabak, Filmakademie Wien)

DOKU JURYPREIS: kein Wettbewerb beim diesjährigen Festival

KUNSTFILM PUBLIKUMSPREIS (600 Euro): You’re Out (Max Liebich, Filmakademie Wien)

KUNSTFILM JURYPREIS (1000 Euro): Laokoongruppe: Walzerkönig (Adnan Popovic, Akademie der bildenden Künste Wien)
Jurybegründung: Getragen vom ironisch bombastischen Sound eines Techno-Popwalzers verwandelt sich ein Schreibtisch in einen einfallsreich animierten kleinen Kosmos. Mit herkömmlicher Stop-Motion-Tricktechnik und viel Phantasie nutzt Adnan Popovic ein paar Büro-Accessoirs und billige Figürchen, um einer Musikperformance eine kleine Bühne zu schaffen und zugleich einen Blick auf eine vorbeiziehende Landschaft zu werfen. Laokoongruppe: Walzerkönig ist ein Musikvideo mit Groove, Witz und Stil.

HUBERT-SIELECKI-PREIS für den besten Animationsfilm (500 Euro): Der Zusammenhang (Katharina Wahl und Christian Höller, FH Salzburg).
BegründungIn wenigen Minuten wird eine Geschichte über Begegnungen von Menschen erzählt. Von zufälligen Zusammentreffen, deren schicksalhaften Auswirkungen, vielschichtigen Kettenreaktionen und Wiederbegegnungen im Leben der Menschen. In einer gelungenen stimmungsvoll-malerischen Form wurde von den jungen Autoren in einer ausdruckstarken grafischen und akustischen Gestaltung ein anspruchsvolles und dennoch verständliches poetisches Kunstwerk geschaffen.

FÖRDERPREIS ARBEITSWELTEN der AK SALZBURG (600 Euro): Talleres Clandestinos (Catalina Molina, Filmakademie Wien)
Jurybegründung:  Uns als Jury fiel die Entscheidung nicht leicht, liefen doch Im Wettbewerb „Arbeitswelten“ eine Reihe von sehr gelungenen Filmen, die sich auf unterschiedlichste Weise mit den Themen Erwerbsarbeit, soziale Integration (Fußball als soziales Sprungbrett), Prekariat, Generation Praktikum sowie Kunst zwischen Verwirklichung und Vermarktung auseinandersetzen.
Wir haben uns schließlich einhellig für “Talleres Clandestinos” (Geheime Werkstätte) von Catalina Molina entschieden, da sich der Film einem aktuellen Thema widmet, das zwar am Beispiel Südamerika gezeigt wird, aber bei weitem nicht auf Lateinamerika beschränkt ist, nämlich der modernen Sklavenarbeit.  „Talleres Clandestinos“ wirft einen kritischen Blick auf die Produktionsbedingungen von (Marken-)Konsumwaren, deren Herstellungsweg von den KonsumentInnen in den Industriestaaten kaum gekannt und hinterfragt wird.
„Talleres Clandestinos“ schildert das Schicksal der jungen Bolivianerin Juana, die Kind und Mann zurücklässt, um im benachbarten Argentinien als Näherin Geld für ihre Familie zu verdienen. 16 Stunden täglich schuftet sie in einem illegalen Textil-Arbeitsshop an der Nähmaschine, schließlich wollen hunderte schicke Kinderkleidchen für eine namhafte Markenfirma in kurzer Zeit zusammengeflickt sein. Übernachtet wird gleich in der Fabrik.
Illusionslos realistisch und empathisch zeigt die Regisseurin die verschiedenen Abhängigkeitsverhältnisse. Die Wahl der filmischen Mittel ist gut gewählt: Das Zusammenspiel zwischen Farbe, Bild und Ton lässt die Enge des Schauplatzes besonders realistisch wirken.

DREHBUCHPREIS „spec_script Award 10“ der DREHBUCHWERKSTATT SALZBURG (1000 Euro): Schwitzen (Iris Blauensteiner, Universität Wien / Akademie der bildenden Künste Wien).
Jurybegründung: Die mutige und ungewöhnliche Studie einer Mädchenfreundschaft besticht durch einen sehr stimmigen Realismus.  In nüchternen Bildern entwickelt die Autorin ein Spannungsverhältnis zwischen Aussichtslosigkeit, Langeweile und Vitalität, das sich – als einzig verbleibende Ausdrucksform  – in purer Gewalt entlädt. Ein sperriger und harter Stoff, kompromisslos erzählt.

ANERKENNUNGSPREIS der DREHBUCHWERKSTATT SALZBURG, gesponsert vom ÖFI (300 Euro): Spitzendeckchen (Sarah Wassermair, Filmakademie Wien)
JurybegründungDie AutorInnen reflektieren die morbide Seite der Stadt Wien mit bedrohlichen Altbau-Wohnungen und rätselhaft-diabolischen Bürokraten. Dabei gelingt jene Balance zwischen Tragik und Komik, die diesem  Drehbuch seine ganz besondere Note verleiht: Überbordende Einfälle, schräge Bilder und surreale Montagen lassen eine aussergewönliche Gesellschaftssatire erwarten.

FILMCASINO STARTER (300 Euro): Nachnacht (Herwig Kerschner, Kunstuniversität Wien)

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