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Festival der studentischen Filmkultur Österreichs
Salzburg 8. – 13. November 2010


Kunstfilm Wettbewerb

Donnerstag, 11. November · 21.00 – 22.00 Uhr

RaumZeitHund

2010, 6 min

IDEE UND REALISIERUNG Nikolaus Eckhard
KAMERA
Mark Gerstorfer, Anna Manhardt
LICHT
Severin Fiala, Johann Lurf, Harald Traindl

In RaumZeitHund wird ein vor fast 140 Jahren unternommener Versuchsaufbau von Edward Muybridge reinszeniert: Der auf 24 Fotoplatten aufgezeichnete Galopp eines grauen Windhundes aus den 1870ern wird nun von einer brauen Bracke durchgeführt – in Farbe, mit einer 35mm Highspeed-Kamera aufgenommen und durch digitales Motion-Tracking stabilisiert. Während die ursprünglichen Aufnahmen  eine vermeintliche Überlegenheit des „maschinellen Auges“ demonstrieren, befasst sich RaumZeitHund mit der Modellierbarkeit desselben, und dem Absolutheitsanspruch, der von solchen Bewegungsbildern ausgeht. Was sich anfangs in den ruhigen Lauf des Hundes wie vereinzelte Fehler einmengt, wird mehr und mehr zum System des Filmes; scheinbare Störungen der Kontinuität der Bewegung verweisen immer stärker auf den Produktionscharakter der Illusionsmaschine Film. Ohne die Bewegung zu zerstören, folgt die Reihung der Bilder nicht länger der Chronologie der Aufnahme, sondern mathematischen Funktionen. Gedreht auf 35mm.

NIKOLAUS ECKHARD (Jg. 1987) studiert Soziologie an der Universität Wien.

film:riss-Teilnahmen: Paradise Frost (Die Ölfilmer, 2008), 28 x Brot (2009)

YOU/RR/ATIO

2009, 5 min

IDEE UND REALISIERUNG Thomas Wagensommerer

Das Projekt you/rr/atio abstrahiert den Raum. Es ist eine Liebesbekundung an seine Form(en). Die Arbeit basiert ausschließlich auf (dem Raum eigenen) Verhältnissen und Zahlenwerten. Die Zahl als nicht existierende und unbegründete Annahme. Der Mensch weiß über die Zahl mehr als die anschauliche Form des Zeichens. Er weiß auch über die Möglichkeit zur Gestalt aufgrund der Zahl, aufgrund der Proportion. Der Raum ist also Form und Formgebender. Er ist Parameter und Ausführender.

AUFFÜHRUNGEN unORTnung V (Ankerbrotfabrik, 2009)

THOMAS WAGENSOMMERER (Jg. 1987) aus Wien studiert Philosophie an der Universität Wien und Digitale Medientechnologie an der FH St. Pölten.

www.wagensommerer.at

MEINE LIEBLINGSPOSE #1

2010, 25 min

IDEE UND REALISIERUNG Evelyn Kuntscher

In diesem Video testet die Künstlerin die Langlebigkeit Ihres Lächelns als Instrument der Selbstinszenierung. Inspiriert durch die klassische Portrait-Fotografie verwandelt sich das lächelnde Gesicht der Protagonistin im Verlauf des Videoclips zur Fratze und zeigt die eigentliche Groteske des Posings.

AUFFÜHRUNGEN Sommerakademie Hallein 2010

EVELYN KUNTSCHER (Jg. 1982) aus Linz studiert Experimentelle Gestaltung an der Kunstuniversität Linz.

www.evelynkuntscher.blogspot.com

LAOKOONGRUPPE: WALZERKÖNIG

2009, 5 min

IDEE UND REALISIERUNG Adnan Popović
MUSIK
Laokoongruppe
PRODUZENTEN
Konkord Records, Österreichischer Musik Fonds

Stop-and-Go-Animation in Perfektion. „Drehort“ Schreibtisch. Hinter einem Post-It, auf dem Sänger Karl Schwamberger (Laokoongruppe) als gezeichnete Trickfigur performt, rollt der Songtext zum Walzerkönig Karaoke-tauglich auf einem Registrierkassenstreifen vorüber. Daneben das Video im Video: eine mit Leuchtstiften skizzierte Bahnfahrt. Und von Zeit zu Zeit offenbart auch der Regisseur seine Existenz – wenn er zur Kaffeetasse greift oder das Filmset zur Miniatur-Heim-Disko umbaut.

AUFFÜHRUNGEN Fantoche 2009, Interfilm 2009, Vienna Independent Shorts 2009, Diagonale 2010, u.a.

AUSZEICHNUNGEN Hubert-Sielecki-Preis (VIS 2009), Content Award 2009

ADNAN POPOVIĆ (Jg. 1979) studiert Konzeptionelle Kunst an der Akademie der Bildenden Künste Wien.

NOTITLE (LEER)

2010, 6 min

IDEE UND REALISIERUNG Jennifer Mattes
TON
Sebastian Jakl, Alex König
DARSTELLER
Ina Jaich, Sebastian Jakl, Alexander König

Ausgangspunkt dieser Arbeit bilden Fotos von Überwachungskameras, die im tschechischen Chomutov auf der Straße installiert wurden, um Bilder von deutschen Kunden zu machen, die extra eine Reise an den Grenzstreifen und längsten Strich Europas vornehmen. Der dazugehörige Text wurde aus dem Internetforum strichweb.com zusammengestellt, in welchem die Kundschaft dieser Regionen ihre Erfahrungen austauscht und sich gegenseitig ermutigt. Auf visueller Ebene bleibt unsichtbar, was offensichtlich ist. Die Darstellung besteht aus abgefilmten Sequenzen und Ausschnitten dieser Überwachungsbilder vom Computer; gleich einer dritten Person, dem vielleicht eigentlichen Erzähler.

AUFFÜHRUNGEN Bildetage Wien, 2010

JENNIFER MATTES (Jg. 1982) aus Stuttgart (D) studiert Digitale Medien an der Akademie der Bildenden Künste Wien.

DER ZUSAMMENHANG

2009, 9 min

REGIE Katharina Wahl und Christian Höller
KONZEPT
Katharina Wahl
KAMERA/SCHNITT
Dino Osmanovic
TON/MUSIK
Ivo Francx
DARSTELLER
Georg Beham-Kreuzbauer, Stefan Adamski

Der Zusammenhang ist eine 9-minütige Interpretation der gleichnamigen Kurzgeschichte von Danjil Charms aus dem Jahre 1937. In Form eines Kurzfilms wird die Geschichte auf abstrakte Weise visualisiert und jener Zusammenhang thematisiert, der im Leben zwischen den Menschen besteht, jedoch nur manchmal wahrgenommen wird.

KATHARINA WAHL (Jg. 1986) aus München (D) und CHRISTIAN HÖLLER (Jg. 1976) aus Salzburg studieren MultiMediaArt an der Fachhochschule Salzburg. Der Zusammenhang ist ihre Abschlussarbeit.

www.christianhoeller.at

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