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Festival der studentischen Filmkultur Österreichs
Salzburg 8. – 13. November 2010


film:riss 09

film:riss 09 Festivalplakatfilm:riss 09 – Festival der studentischen Filmkultur Österreichs

9. bis 14. November 2009

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Jury 2009

    Doku Wettbewerb: Martin Hasenöhrl, Tina Leisch, Wiktoria Pelzer, Renate Wurm
    Kunstfilm Wettbewerb: Robert Buchschwenter, Anna Katharina Laggner, Johann Lurf, Hubert Sielecki
    Fiktion Wettbewerb: Zuzana Brejcha, Barbara Eppensteiner, Sebastian Prittwitz, Andreas Ungerböck
    spec_script Award 09: Wolfram Paulus, Gerhard Rettenegger, Stefan Aglassinger, Andreas Aichmayr, Stephanie Winter, Ingrid Weydemann, Daniela Ellmauer, Gabriele Neudecker
    AK-Förderpreis “Arbeitswelten”: Hilla Lindhuber, Karin Mairitsch, Cornelia Schmidjell, und Barbara Wolf-Wicha

    Die Siegerfilme:

      Trailerwettbewerb (600 €): FILM:RISS 09 TRAILER (Lukas Marxt, Kunstuniversität Linz, 2009, 1 min)

      Fiktion Panorama (Publikumspreis, 600 €): DIE SCHNAPSIDEE (Xaver Daller, Alexander Herrmann, Jakob Barth und Sebastian Prittwitz, FH Salzburg, 2009, 27 min)

      Fiktion Wettbewerb (Jurypreis, 1000 €): ELEFANTENHAUT (Severin Fiala und Ulrike Putzer, Filmakademie Wien, 2009, 34 min). Jurybegründung: “Wir verleihen ‘Elefantenhaut’ den Hauptpreis für seine gelungene Figurenzeichnung, seine Nähe zur gesellschaftlichen Realität, seinen leisen Humor und seine Glaubwürdigkeit.”

      Doku Panorama (Publikumspreis, 600 €): ARMUTSZEUGNIS – KEIN SALZ IN DER SUPPE (Johannes Gierlinger, Philipp Kleibel und Patrick Lochner, FH Salzburg, 2009, 57 min)

      Doku Wettbewerb (Jurypreis, 1000 €): DACIA EXPRESS (Michael Schindegger, Filmakademie Wien, 2008, 54 min). Jurybegründung: ”Der Film sucht nicht das Exzeptionelle, Aussergewöhnliche, Spektakuläre auf, sondern ganz normale Leute in ganz gewöhnlicher Situation. Wir sitzen im Dacia-Express, der täglich von Wien nach Bukarest fährt. In mehreren siebzehnstündigen Zugfahrten kommt der Filmemacher seinen Mitreisenden näher, plaudert mit ihnen, beobachtet sie, zeichnet ihr gegenseitiges Kennenlernen auf. Ohne sich auf ein bestimmtes Thema festzulegen, produziert der Film durch seinen Rhythmus eine fast aristotelische Einheit von Zeit, Raum und Handlung, die uns als Betrachter unmittelbar in die einzelnen Abteile versetzt, von denen jedes eine eigene Welt für sich darstellt. Das Prinzip der Reduktion des dokumentarischen Filmapparates auf das Wesentliche – den Filmemacher und seine Kamera – erweist sich dabei einmal mehr als eine große Bereicherung in Sachen Nähe und Intimität, und findet seine Fortsetzung auch in der Montage und im Sounddesign: einfach, und gerade dadurch konsequent und überzeugend.
      Ganz unprätentiös entsteht so ein großer Europafilm, der die Distanz zwischen Wien und Bukarest ganz wörtlich immer wieder durchmisst und überwindet, um Menschen, ihren Geschichten und Plänen, ihren Urteilen und Vorurteilen zu begegnen, Differenzen zu behaupten und sie wieder zu widerlegen. Ein Film, der vorführt, wie spannend es auf der Welt sein kann, insbesondere dann, wenn man sich für die Menschen rundherum wirklich interessiert.”

      Kunstfilm Panorama (Publikumspreis, 600 €): UNTIL I FIND YOU – BIS ICH DICH FINDE (Kristina Pulejkova, Universität für angewandte Kunst Wien, 2009, 5.30 min)

      Kunstfilm Wettbewerb (Jurypreis, 1000 €): nicht vergeben

      Hubert-Sielecki-Preis für den besten Animationsfilm (500 €): MEMORY (Mirjam Baker und Michael Kren, FH St. Pölten, 2009, 5 min). Begründung: “Bei dem Film Memory von Michael Kren und Mirjam Baker handelt es sich um eine faszinierende Verbindung aus Realfilm als Symbol der Gegenwart und grafisch malerische Animationstechnik und Darstellung der Erinnerung. Hier wird in perfekt bearbeiteten Sequenzen mit passender Musik, schnellem Schnitt und mit sicherer Kamera eine vergangene Liebesgeschichte erzählt. Durch das Spiel mit den beiden Welten bekommt der Film inhaltlich noch eine weitere künstlerische Dimension.”

      Förderpreis “Arbeitswelten” der AK Salzburg (600 €): ELEFANTENHAUT (Severin Fiala und Ulrike Putzer, Filmakademie Wien, 2009, 34 min) Jurybegründung: “Elefantenhaut zeigt Ausschnitte aus dem Leben von Elfi, um die Fünfzig, Arbeiterin in einer Druckerei, alleinstehend. Am Fließband stapelt sie Prospekte. Sie teilt sich mit ihrer Mutter eine kleine Wohnung. Nach Feierabend pflegt sie die gehbeeinträchtigte alte Frau, die ständig Wünsche und Beschwerden, aber nie ein gutes Wort für die Tochter übrig hat.
      Im Lauf der Jahre hat sich Elfi eine Schutzschicht zugelegt, eine Elefantenhaut. Kaum je verzieht sie eine Miene, doch hinter Elfis pragmatischem Auftreten verbirgt sich ein sehnsuchtsvoller Mensch. Eines Abends folgt sie der Einladung eines jüngeren Kollegen, in den sie heimlich verliebt ist, in die Diskothek Brooklyn. Elfi freut sich, macht sich für den Abend zurecht, währenddessen ihre Mutter in der Badewanne kein gutes Haar an ihr lässt.
      In der Disko ist weit und breit kein Arbeitskollege zu sehen, aber Elfi trifft Ricardo, beinahe das Klischee eines heruntergekommenen Unterhaltungskünstlers, den sie bereits von der Firmenweihnachtsfeier kennt.  Und sie trifft die slowakische Heimhilfe, die eigentlich an diesem Abend die Mutter betreuten sollte. Ricardo ist betrunken und macht sich an Elfi heran. Später im Auto ist Elfi hin- und hergerissen von der Verantwortung für andere und ihrem eigenen Glück. Schließlich fährt sie doch zur Mutter. Als sie dort die Heimhilfe vorfindet, macht sie sich wieder auf den Weg.
      Elefantenhaut zeigt die Lebenssituation einer Frau um die Fünfzig, gefangen in der Verschränkung von Erwerbssituation und vielfältiger Versorgungspflichten. Damit widmet sich der Film einer Form von weiblicher Lebensrealität, die bislang wenig filmische Beachtung fand.
      Jeder Ausbruchsversuch aus der Alltagstristesse scheint fast vorprogrammiert zum Scheitern. Ohne appellativ zu sein, bringt der Film mit seinen (Laien-)darstellerInnen ein weiteres Thema zur Sprache: Je geringer der sozioökonomische Status, umso prekärer sind die Versorgungspflichten.
      Die Jury hat sich daher einhellig für die Vergabe des Sonderpreises ‘Arbeitswelten’ der AK Salzburg an
      Elefantenhaut ausgesprochen.

      Drehbuchpreis „spec_script Award 09“ für das beste unverfilmte Drehbuch (1000 €): DIE WELT WIE SIE MIR GEFÄLLT von Anna Katharina Wohlgenannt (Wien). Jurybegründung: “Einfühlsam, realitätsnah, und nicht ohne Augenzwinkern, schildert Anna Katharina Wohlgenannt die Nöte der pubertierenden Kathi und die Probleme ihrer alleinerziehenden Mutter. Die Figuren sind facettenreich gezeichnet, die Geschichte ist frisch und unverbraucht, die Dialoge lebensecht. ‘Die Welt, wie sie mir gefällt’ drückt Zeitgeist und Lebensgefühl zweier Generationen aus, das Buch ist die kurzweilige und doch tiefsinnige Basis für einen berührenden Film.
      Anerkennungspreis (300 €): FLÜCHTIG von Valentin Renoldner  (Uni Wien). Jurybegründung: “Ein Tankstellenräuber entführt aus Versehen ein rebellisches Mädchen und findet sich mit ihr in unfreiwilliger Komplizenschaft. Was wie ein Road Movie beginnt, wird zu einer spannenden Reise in die Landschaft menschlicher Beziehungen. Was wir finden, ist das ungewisse Abenteuer von Familienverhältnissen.”

      Anerkennungspreise “Salzburg Werkschau”, gestiftet von offscreen – offenes film forum salzburg (je 300 €): SYSTEM von Alexander Herrmann (FH Salzburg, 2009, 4 min); GELDREDEN (2009, 27 min) von Christian Schega (FH Salzburg) und Jan Siebel; INKOGNITO von Victor Kössl (FH Salzburg, 2008, 10 min)

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